Sonntag, 22. Februar 2009

...kommt er doch durch...

Von der Radkappe im Gesicht getroffen und am eigenen Blut erstickt...

Es gibt Tage an denen es einen wirklich stört, Nichtschwimmer zu sein.
Vielleicht wäre es als Narziss leichter, wenn man ein Spiegelbild der eigenen Seite auf der Wasserfläche sehen könnte.
Doch so, und manchmal ist die Brille schon sehr rosa, und gerade Jake G. zwingt sie einem auf, blickt man fasziniert ans andere Ufer. Mit neidisch watet man schon im Seichten, den Grund unter den Füßen verlieren und im Wasser schweben würde man dann ab sehnsüchtig.
Vielleicht mal die Zehe hineinhalten, schauen wie warm das Wasser ist. Hinüberschwimmen steht nicht in der menschlichen Macht.

Seit Wochen drückt das Gefühl dass es zwischen einem D und einem T noch etwas geben sollte, das Wort halt fühlt sich halt so falsch an. Wobei halt in der eben verwendeten Bedeutung zu sehen ist und nicht als Aufforderung etwas abrupt abzubrechen.
Das wäre hal# schön...

Freitag, 20. Februar 2009

Am Ende aber...

Du wirst vollkommen unelastisch gestoßen. Um die Drehachse durch deine Fersen rotierst du zu Boden. In Zeitlupe, dann wirkt das besser.
Sieben Schritte zu Boden.

Die Trägheit der Flüssigkeit, der daraus resultierende Druck an deine Blasenwand lässt dich an das durchsichtige Klo in London denken.

Die linke Hand will mitten in der Bewegung das rechte Schuhband zuknüpfen.

Die Hüfte knickt leicht nach links, in weiser Voraussicht der Kante ausweichend.

Die Assoziation trägt dich nach Straßhof. Aber wie eine Feder. Elastisch.

Der rechte Zeigefinger sucht eine G-Saite. Findet nur einen Luftzug.

Das Steißbein versucht raumfest zu bleiben, armes Ding, wird mitgerissen.

Der Kopf gibt sich als einziges hin, verfolgt von den nachwehenden Haaren.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Wohlig warm und zugleich traurig ermüdend...


Es ist eine gewisse Gratwanderung, nein viel eher ein Balanceakt den er da vollbringt. Nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein Bein seines Lederfauteuils ragt ohnehin schon über den Abgrund, während ihm der freundliche, scheinbar allwissende Hamburger, der sich aber mehr als Mecklenburger oder Vorpommener oder so, er hat es schon wieder vergessen, sieht, erklärt, wie das doch ist. Alles.
Also versucht er unbemerkt, die linke Schulter nicht allzuweit unter die Tischkante beugend, weiter an dem linken hinteren Fuß seines Sitzmöbels weiterzusägen. Aus der Menge der Späne am Boden schließt er dass er ca. 63,93% der Arbeit hinter sich haben dürfte.

Irritiert, suchend, geradezu verwirrt ist er, der Blick. Ihrer.

Über die Diskussion ob es denn der oder das Viadukt ist, über die Kalte Rinne von Ghega steuern wir auf das Thema des schönsten Schienenstücks der Welt zu.
Nein. Verwahrloste, verrottende, demütige Gleisanlagen gelten nicht.
Meistfotografiert.
Das Glänzen in den Augen kommt mit dem Landwasserviadukt, vergeht aber schlagartig mit der Erkenntnis, dass es drei meistfotografierte Gleise gibt, nebeneinander, mit schlechtem Oberbau und nicht elektrifiziert.
Und traurig werde ich wenn ich denke dass diese einen Kopfbahnhof in Birkenau bildeten.

Dienstag, 17. Februar 2009

Beißend und zugleich weich...

Beim still Lesen selektiert man unterbewusst schon sehr viel.
Beim Vorlesen können Passagen und Ausdrücke zu viel an Bedeutung gewinnen.

Samstag, 14. Februar 2009

Dann holt er einen ein...

Man geht durch den Garten, steuert auf die Veranda zu. Der Rasenmähertraktor steht schräg vor dem Eingang wie das Spielzeugauto es bei 7th heaven in der Vorschau tut.
Mitten im Zimmer, gleich nachdem man das Haus betreten und die Türe sorgsam hinter sich geschlossen hat, mitten im Zimmer sieht man den alten Mann am Boden liegen.
Tränen treten einem in die Augen und er meint nur lapidar, zu einem aufschauend, dass Großzügigkeit wohl die einzige Eigenschaft ist die man sich nie im Nachhinein aneignen kann.

Freitag, 13. Februar 2009

Selbst auf den zweiten Schluck...

Er sitzt in der Ubahnstation, wartend, obwohl die Ubahn auf seinem Bahnsteig gerade abfährt. Hellmich wirkt doch verloren. Trotz eindringlicher Stimme und außergewöhnlicher Schönheit. Das erfreut ihn und er verliebt sich fast.

Eine gefährliche Analogie zur Nussdorfer Taube wird die Schwechater Taube erfahren. Ein Fokker 100 Triebwerk, gebaut von Rolls Royce wirkt ja schon nicht einmal von außen gemütlich.

Das fiebernde Kind im Arm, die Erlen hinter der Landebahn immer kleiner werdend. Die Handtasche in der Gepäckablage. Schaut von oben herab. Er hätte ein anderes Augenpaar treffen können sonst.

Der Nordwind ist es der die Taube in die Turbine getrieben hat, ein kühler Nordwind, sind sich die Experten sicher nach der unspektakulären Notlandung.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Er kommt aber gut...

Als man aufsteht, mit gewissen Ordnungsschwierigkeiten im Hinterkopf, als man sich mit Sonne im Zimmer langsam aus dem Bett dreht, denkt man daran. Der erste Weg führt einem zum Thermometer, in der Hoffnung dass es kalt ist. Nicht Fisch und nicht Fleisch.
Man sieht auch nicht viel von Wind, der einem wohl eine Haube aufgezwungen hätte. Man wünscht sich Wind.
Vielleicht wird einem einmal ein Schritt entgegengekommen. Und ob es kalt ist ist ja subjektiv.

Nicht kalt genug offenbar. Aber wärmer.

Dienstag, 10. Februar 2009

Montag, 9. Februar 2009

Wohl eher Oval...

Pssst!

Man betritt den Raum. Man fühlt sich sofort nackt mit beiden Schultern gegen den Putz gedrückt. Das Gips Kalk Gemisch des alten Gemäuers quillt leicht durch den Schweiß. Nur der Kopf erlaubt Bewegung, Bewegung zum Blick nach links unten.
Ohnmacht über den eigenen Körper, so schlimm hat man sich das nicht vorgestellt. Die Narkose über die unteren Gliedmaßen, naja, aber so!? Man handelt und man denkt. Auch. Es war meiner.

Sonntag, 8. Februar 2009

Kristall oder Oval, das ist subjektiv...

Der Blick nach links unten gerichtet verleiht dem Ganzen eine gewisse Melancholie. Das letzte Pommes in Mayonnaise tunkend, der Sonne entgegenschauend, aber nach links unten, so denkt er sollte er zum letzten Mal erfasst werden. Im Liegestuhl.
La Lauziere steht ihm bevor und er erinnert sich immer wieder gerne an all die schönen Menschen, versucht wohl Querfahrten zu vermeiden, Südhänge sowieso am Nachmittag, und immer weiter oben zu sein als der andere. Der hat weniger zu verlieren.
Nach zwei Uhr sollte man trotzdem auf all die Schilder achten, bei dieser Sonne. Karierte Flagge. Mensch in Gedanken, warmes Gesicht. Pulver, aber nicht mehr wirklich. Linksschwung.