III
An seine Träume kann er sich erstaunlich oft erinnern, in so einem Wissenschaftsmagazin hat er einmal gelesen dass das sehr unüblich ist. Heute war es eines dieser Aufwachen, bei denen man langsam, auf Zehenspitzen in die Realität schleicht und dann doch verwundert ist dass sich das Licht durch das Fenster und das Vogelgezwitscher hinter dem Kunststofffenster nahtlos an den Traum reihen. Die Hirnwindungen sind bemerkenswert denkt er, da sitzend, und fährt sich durch die Haare. Neben ihm das offene Buch mit einem Eselsohr.
Er hat geträumt dass er isst, geträumt dass er in einem leeren Swimmingpool steht in dem aber doch Wasser ist und dass ein Wels so viel gewogen hat wie ein VW Käfer. Er hat geträumt dass der Efeu die Betonmauer verziert und dass die Vögel ein Nest ganz oben unter der Dachrinne haben. Und dass sie gezwitschert haben, wobei das eben nur noch zur Hälfte der Traum war.
Sonntag, 26. April 2009
Samstag, 25. April 2009
Die Sonne, die Nase kitzelnd...
Auf den ersten Geruch, nur den allerallerersten ist es schwer zu unterscheiden. Letztlich setzt sich der Kläranlagengeruch durch und man fühlt sich schwerer als einem lieb ist.
...with the wrong ascendancy
Das Wort dürfte länger gewesen sein, du kannst nichts dagegen machen, mit den letzten Silben im Mund wachst du auf, alleine, und der Satz verblasst im Alleinsein in der morgen(d)lichen Sonne.
Ich weiß nicht ob es dass Buttercroissant ist, dem ich das verdanken kann, die Nummer Fünfzigachtunddreißig, die mir das in vierundfünfzig Prozent der Fälle beschert hat, das Lied dass sich den ganzen Tag halten wird, die simple Viertelnotenmelodie vom Ring of Fire, ich weiß es nicht, es wird bleiben. Dimitar schießt sie sehr spät weg.
Und irgendwann kommt es auch noch bitter, aber in der früh weckt es auf. Wie Grapefruit, Pinke, oder Spargel.
...with the wrong ascendancy
Das Wort dürfte länger gewesen sein, du kannst nichts dagegen machen, mit den letzten Silben im Mund wachst du auf, alleine, und der Satz verblasst im Alleinsein in der morgen(d)lichen Sonne.
Ich weiß nicht ob es dass Buttercroissant ist, dem ich das verdanken kann, die Nummer Fünfzigachtunddreißig, die mir das in vierundfünfzig Prozent der Fälle beschert hat, das Lied dass sich den ganzen Tag halten wird, die simple Viertelnotenmelodie vom Ring of Fire, ich weiß es nicht, es wird bleiben. Dimitar schießt sie sehr spät weg.
Und irgendwann kommt es auch noch bitter, aber in der früh weckt es auf. Wie Grapefruit, Pinke, oder Spargel.
Dienstag, 21. April 2009
Man wendet seinen Blick nach oben, gen Himmel...
II
Er trinkt seinen Kaffee während er ihr zuhört. Einmal, kurz nachdem sein Kornspitz gekommen ist und sie gerade von irgendeinem Appartmenthaus in New York erzählt, blickt er zufällig wieder in den Spiegel an der Seite und stellt erschrocken fest, dass er die Arme verschränkt hat. Er schämt sich, bemüht sich die Haltung möglichst beiläufig zu ändern. Er genießt es hier nämlich. Er zahlt dann und sie geht kurz vor ihm und dann geht auch er.
In der Ubahn sitzt er zunächst neben einem Mann der unangenehm nach Schweiß riecht und überlegt angestrengt wann er zum ersten Mal seinen eigenen Schweiß wahrgenommen hat. Wie unsensibel der Mensch doch gegenüber der Zeit ist. Ob es wohl ein Lebewesen mit einem Sinn für Zeit gibt?
Dann glänzt das AKH in der Sonne und die Frau die mittlerweile neben ihm sitzt schaut bewundernd in Richtung des roten Bettenturmes.
Ihm fällt jetzt zum ersten Mal auf dass die Bettentürme im Grundriss wohl nicht quadratisch sind.
Beim Aussteigen muss er sich noch kurz ärgern weil er auf einen nicht ganz getrockneten Kaugummi greift. In der Nacht schläft er gut. Bald würde es soweit sein und er ist zufrieden mit dem Tag.
Er trinkt seinen Kaffee während er ihr zuhört. Einmal, kurz nachdem sein Kornspitz gekommen ist und sie gerade von irgendeinem Appartmenthaus in New York erzählt, blickt er zufällig wieder in den Spiegel an der Seite und stellt erschrocken fest, dass er die Arme verschränkt hat. Er schämt sich, bemüht sich die Haltung möglichst beiläufig zu ändern. Er genießt es hier nämlich. Er zahlt dann und sie geht kurz vor ihm und dann geht auch er.
In der Ubahn sitzt er zunächst neben einem Mann der unangenehm nach Schweiß riecht und überlegt angestrengt wann er zum ersten Mal seinen eigenen Schweiß wahrgenommen hat. Wie unsensibel der Mensch doch gegenüber der Zeit ist. Ob es wohl ein Lebewesen mit einem Sinn für Zeit gibt?
Dann glänzt das AKH in der Sonne und die Frau die mittlerweile neben ihm sitzt schaut bewundernd in Richtung des roten Bettenturmes.
Ihm fällt jetzt zum ersten Mal auf dass die Bettentürme im Grundriss wohl nicht quadratisch sind.
Beim Aussteigen muss er sich noch kurz ärgern weil er auf einen nicht ganz getrockneten Kaugummi greift. In der Nacht schläft er gut. Bald würde es soweit sein und er ist zufrieden mit dem Tag.
Sonntag, 19. April 2009
Wohl beginnt man sich zu fühlen...
I
Im Nachhinein tut er sich schwer ein Ereignis auch nur ungefähr zeitlich in der Vergangenheit einzuordnen. In seinem Langzeitgedächtnis wird nichts chronologisch abgespeichert, Fragmente unzusammenhängender Bilder verklumpen zu einem großen unübersichtlichen Erinnerungsball. Wenn er jetzt also zurückdenkt an die Zeit als er begann, sich Gedanken zu machen, so weiß er noch dass während seines ersten langen Monologs immer wieder das Geräusch der Kaffeemaschine durchbrach in diese noch instabile, durch kleinste Ablenkungen zu kollabieren drohende Gedankenwelt. Aber wann das war? Obwohl, dass er wütend auf diese nutzlose Kaffeemaschine war, dass er sie zum Teufel wünschte, dieses Gefühl schwingt bei dem Bild immer mit. Also dürfte ihm Kaffee zu diesem Zeitpunkt noch nicht geschmeckt haben. Und Kaffee mochte er sehr bald.
So sehr er sich damals konzentrieren hat müssen das Kartenhaus seiner Hirngespinste aufrecht zu erhalten, gegenüber dem brodelnd klappernden Arbeiten der Maschine, so muss er nun doch immer wenn er Kaffee trinkt zurückdenken an diese ersten Ideen.
Er stellt die Tasse nieder, muss unvermittelt lächeln und vergewissert sich in dem hausgemachten Apfel- und Topfenstrudel um drei Euro zwanzig empfehlenden Spiegel an der Wand gegenüber dass er nur ja keinen Milchschaum im Bart hat. Er blickt jetzt zur Türe und denkt sich hoffentlich kommt sie bald, aber andererseits genießt er das Alleinesein und den Kaffee. Die Kellnerin bittet er höflich um noch einen Cappuccino.
Wie üblich fehlen die ersten Worte, möglicherweise ist der Blick aber die Einleitung. Erschöpft lässt sie sich fallen und bläst sich die Stirnfransen aus dem Gesicht. „Ungut“ sagt sie und beginnt sich über irgendeinen Radfahrer am Nachhauseweg gestern Abend auszulassen. Sie ist jetzt so präsent, dass er sich zurücklehnen muss.
Samstag, 18. April 2009
In der Hilflosigkeit keimt die Hoffnung...
Wo beginnen?
Die Kopfsache beginnt nachdem man die ersten Baguettes verpackt hat, der überschwängliche Brotduft einem das erste Mal auf die Nerven gegangen ist. 07:39. Heute setzt sich Leise rieselt der Schnee fest, ein Klassiker wenngleich es auch schon wirklich große Musik geschafft hat.
Oder eine nicht vollendete Schachpartie der auflagestärksten Zeitung des Landes. Also die irgendeines Großmeisters, oder eines potentiellen Großmeisters - hätte er so gespielt wie man das jetzt vollenden soll. Oder so.
Das ginge jetzt bis 18:07 so, zumindest bis zur ersten Pause, doch um Zehn wird man abrupt herausgerissen durch eine emotionale Regung mit der man an Samstagen nur am Abend rechnen kann. Normalerweise.
Die Kopfsache beginnt nachdem man die ersten Baguettes verpackt hat, der überschwängliche Brotduft einem das erste Mal auf die Nerven gegangen ist. 07:39. Heute setzt sich Leise rieselt der Schnee fest, ein Klassiker wenngleich es auch schon wirklich große Musik geschafft hat.
Oder eine nicht vollendete Schachpartie der auflagestärksten Zeitung des Landes. Also die irgendeines Großmeisters, oder eines potentiellen Großmeisters - hätte er so gespielt wie man das jetzt vollenden soll. Oder so.
Das ginge jetzt bis 18:07 so, zumindest bis zur ersten Pause, doch um Zehn wird man abrupt herausgerissen durch eine emotionale Regung mit der man an Samstagen nur am Abend rechnen kann. Normalerweise.
Freitag, 17. April 2009
Die blauen Adidas...
Zwei auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammenhängende Eindrücke.
Ich weiß nicht genau worum es in der Debatte gerade geht, Das EU Parlament ist zu stattlichen 54,9 % gefüllt, heute gibt es nur Gulasch in der Kantine und außer den Ungarn sind da relativ Wenige begeistert.
Vorne wird offen die Frage gestellt, ob man im Falle einer betrügerischen Hilfsorganisation wohl Katalysator anstelle von Dieb sagen kann.
Bei der Ausfahrt aus der Station Schottenring (U4 Richtung Heiligenstadt) wird das Licht der ganzen Ubahn entscheidend verändert. Oder es bricht etwas durch in diese gewohnte, dunkle und doch großzügige Welt. Eine Welt in großer Dimension zumindest. Ein Einbruch des feingemusterten Mosaiks einer aus Normziegeln aufgestellten, ziegelfarbenen Ziegelmauer, die noch dazu warm beleuchtet ist. Man fühlt sich wie Dorothy als sie auf die Yellow Brick Road mitten im Urwald stößt oder wenn man beim Wandern plötzlich auf einen Schilift trifft.
Eigentlich auch auf den zweiten nicht.
Ich weiß nicht genau worum es in der Debatte gerade geht, Das EU Parlament ist zu stattlichen 54,9 % gefüllt, heute gibt es nur Gulasch in der Kantine und außer den Ungarn sind da relativ Wenige begeistert.
Vorne wird offen die Frage gestellt, ob man im Falle einer betrügerischen Hilfsorganisation wohl Katalysator anstelle von Dieb sagen kann.
Bei der Ausfahrt aus der Station Schottenring (U4 Richtung Heiligenstadt) wird das Licht der ganzen Ubahn entscheidend verändert. Oder es bricht etwas durch in diese gewohnte, dunkle und doch großzügige Welt. Eine Welt in großer Dimension zumindest. Ein Einbruch des feingemusterten Mosaiks einer aus Normziegeln aufgestellten, ziegelfarbenen Ziegelmauer, die noch dazu warm beleuchtet ist. Man fühlt sich wie Dorothy als sie auf die Yellow Brick Road mitten im Urwald stößt oder wenn man beim Wandern plötzlich auf einen Schilift trifft.
Eigentlich auch auf den zweiten nicht.
Donnerstag, 16. April 2009
Unschlüssigkeit ausstrahlend...
I woke up today in a very simple life.
Während all die Weinberge die Wogen glätten im Magen und in Regenbogen tunken, denkt man an den Kontrast den die eigene Haut aufwerfen kann ohne ersichtliche Gründe.
Gut kontuierte rote Flecken, vor allem der an der linken Schläfe, sich hinunterziehend bis zum drittletzten Barthaar, also der hat es einem angetan. Ok, Computer können so einiges vollbringen an Fotos, der Schein mag getrogen haben. Heil an den Dieb der den Zaun durchtrennt und der Ente zur Flucht verholfen hat.
Ahh ugust. mnesie.
Während all die Weinberge die Wogen glätten im Magen und in Regenbogen tunken, denkt man an den Kontrast den die eigene Haut aufwerfen kann ohne ersichtliche Gründe.
Gut kontuierte rote Flecken, vor allem der an der linken Schläfe, sich hinunterziehend bis zum drittletzten Barthaar, also der hat es einem angetan. Ok, Computer können so einiges vollbringen an Fotos, der Schein mag getrogen haben. Heil an den Dieb der den Zaun durchtrennt und der Ente zur Flucht verholfen hat.
Ahh ugust. mnesie.
Mittwoch, 15. April 2009
Sie kommen direkt vor deinen Augen zum Stehen...
Montag, 13. April 2009
Die Schuhe näherkommen sehen...
Der Mechaniker hat sich natürlich zu wundern darüber dass er heute schon den dritten Reifen wechselt in dem ein Nagel steckt. Weniger darüber weil das ist ein normaler Vormittag aber viel mehr darüber dass sie alle in Hinterreifen waren.
Keiner von denen hat gesagt länger rückwärts gefahren zu sein. Bei Hundertdreißig auf der Autobahn die wahrscheinlich Hundertzweiundvierzig waren, wo man sogar so weite Kurvenradien hat dass die Differenz der Lauflinie von Vorder- und Hinterrädern im Millimeterbereich liegt, im kleinen, da muss der Nagel schon sehr sehr sehr zeitgenau unter das Auto fallen. 1,34 Hunderstelsekunden ist das Zeitfenster oder so.
Keiner von denen hat gesagt länger rückwärts gefahren zu sein. Bei Hundertdreißig auf der Autobahn die wahrscheinlich Hundertzweiundvierzig waren, wo man sogar so weite Kurvenradien hat dass die Differenz der Lauflinie von Vorder- und Hinterrädern im Millimeterbereich liegt, im kleinen, da muss der Nagel schon sehr sehr sehr zeitgenau unter das Auto fallen. 1,34 Hunderstelsekunden ist das Zeitfenster oder so.
Samstag, 11. April 2009
Den Atem anhalten...
Wie es wohl wäre denkt sie während sie doch mit einem hübschen Lächeln dasteht. Wie es doch wäre könnte sie ihre Sätze und Wörter sinngemäß betonen. Drei Semmeln, drei Helle will sie kaufen doch schafft sie es nicht ihre Stimme am Ende dieses Wunsches zu senken und die Verkäuferin sieht sie weiter fragend an. Freundlich aber doch fragend.
Verlegen und rot wird sie und hofft dass diese Unangenehmheit spurlos vorübergeht. Die Verkäuferin oder sie?!
In Wahrheit können nur 68,9% der Menschen einfache Bittstellungen sinngemäß betonen und sie gehört augenscheinlich nicht dazu. Diese bittere Tatsache verstehend lehnt sie dankend ab als sie gefragt wird ob sie zu den drei herrlich frischen Kaisersemmeln noch einen Wunsch hätte.
Verlegen und rot wird sie und hofft dass diese Unangenehmheit spurlos vorübergeht. Die Verkäuferin oder sie?!
In Wahrheit können nur 68,9% der Menschen einfache Bittstellungen sinngemäß betonen und sie gehört augenscheinlich nicht dazu. Diese bittere Tatsache verstehend lehnt sie dankend ab als sie gefragt wird ob sie zu den drei herrlich frischen Kaisersemmeln noch einen Wunsch hätte.
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